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Frauengesundheit – Schluss mit dem Einheitskörper
Der Gender Health Gap ist kein Zufall und kein individuelles Problem. Er ist das Ergebnis struktureller Entscheidungen darüber, was erforscht wird, wer in Studien eingeschlossen wird, welche Daten erhoben werden und welches Wissen Eingang in Leitlinien und die medizinische Ausbildung findet.
Wer diese Strukturen nicht verändert, nimmt gesundheitliche Ungleichheit in Kauf. Das Problem ist erkannt, aber noch nicht gebannt. Frauen in politischen Führungspositionen haben die Frauengesundheit auf die Agenda gesetzt. Ein Anfang ist gemacht, jetzt geht es darum, alle Beteiligten mitzunehmen.
Dafür braucht es verbindliche Standards für geschlechtersensible Forschung, belastbare Daten, gendergerechte Leitlinien und eine Ausbildung, die Unterschiede nicht als Fußnote behandelt. Denn eines ist klar: Geschlechtersensible Medizin ist kein „Nice-to-have“.
vergrößernGender Health Gap © stock.adobe.com, Prostock-studio
Was Sie bei der Lektüre erwartet
Die Publikation zeigt den Stand der Dinge auf und vor allem, was jetzt geschehen muss. Expertinnen aus Wissenschaft, Medizin und Politik legen dar, wo Fortschritte erzielt wurden, wo weiterhin blinde Flecken bestehen – und wer Verantwortung übernehmen muss.