Gesundheits-Apps

BMG legt Bedingungen für Erstattungen fest

Berlin (pag) – Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) legt den Entwurf der Digitale-Gesundheitsanwendungen-Verordnung (DiGAV) vor. Darin werden die Anforderungen für die Zulassung und Erstattung von Gesundheits-Apps festgelegt. Besonderen Wert legt das BMG in der Rechtsverordnung auf (Daten-)Sicherheit, Qualität und Datenschutz. Vorausgegangen war das Digitale-Versorgung-Gesetz.

vergrößern

© stock.adobe.com, elenabsi

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) lässt die Apps zu. Dort müssen Hersteller ihre Apps elektronisch beantragen. Maßgeblich für die  Erstattung sind positive Versorgungseffekte für den Patienten, die die Hersteller innerhalb der zwölfmonatigen Erprobungszeit nachweisen müssen. Das BfArM wird laut Entwurf ein Verzeichnis mit den genehmigten Apps anlegen, „um Leistungserbringern und Patienten eine leichte Orientierung und eine fundierte Verordnungs- bzw. Nutzungsentscheidung zu ermöglichen“. Spätestens ab dem 1. Januar 2021 soll es nutzbar sein. „Ein entsprechendes Webportal umfasst beispielsweise eine flexible Gruppierungs-und Vergleichsmöglichkeit im Sinne einer Suche nach strukturierten Merkmalen, eine Volltextsuche, eine je nach Zielgruppe unterschiedliche Aufbereitung und Darstellung der Informationen“, heißt es im Entwurf. Die Gesundheitsanwendung ist laut BMG „immer in einen Versorgungskontext eingebunden und wird aus diesem heraus durch ärztliche Leistungen flankiert“. Änderungen in ihren Anwendungen müssen die Hersteller dem BfArM mitteilen. Werbung ist nicht erlaubt.

Die technische Sicherheit einer App wird durch eine CE-Kennzeichnung markiert. Das begrüßt der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) – im Sinne der Devise „Weniger Aufwand gleich mehr Fast-Track“, wie Natalie Gladkov, Leiterin Referat Digitale Medizinprodukte beim BVMed, twittert.